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Afrika. Schnittpunkt der Kulturen : Gekreuzte Blicke auf die deutsch-afrikanischen Beziehungen von den Anfängen bis heute (Côte-d'Ivoire)

Afrika. Schnittpunkt der Kulturen : Gekreuzte Blicke auf die deutsch-afrikanischen Beziehungen von den Anfängen bis heute (Côte-d'Ivoire)

Publié le par Faculté des lettres - Université de Lausanne (Source : YÉO LACINA)

EINLADUNG ZUR BEITRAGSEINREICHUNG 

(CALL FOR ABSTRACTS)

1.     Kontext und Begründung 

Afrika gilt als Wiege der Menschheit, Ursprung der ersten Homo sapiens, deren fossile Überreste und genetische Spuren seine zentrale Stellung in der Weltgeschichte belegen. Es war auch Schauplatz großer Zivilisationen – der ägyptischen, nubischen und malischen –, die Handel, Philosophie, Wissenschaft und Kunst geprägt haben. Als geographischer und kultureller Knotenpunkt formte sich der Kontinent durch vielfältige Dynamiken: Handelsaustausch, intellektuelle und künstlerische Zirkulationen, religiöse Missionen, Kolonisationen und Widerstände.

Die Geschichte der Beziehungen zwischen Afrika und Europa – insbesondere mit Deutschland – ist von Kontrasten geprägt: erste Handels- und Kulturkontakte, deutsche Kolonisation und ihre Gewalt, lokale Widerstände und postkoloniale Neuordnungen. Trotz asymmetrischer Strukturen haben intellektuelle und künstlerische Begegnungen wechselseitige Einflüsse und fruchtbare Dialoge hervorgebracht.

Vor diesem Hintergrund organisiert das Departement für Germanistik der Universität Félix Houphouët-Boigny ein internationales Kolloquium über die deutsch-afrikanischen Beziehungen in ihrer historischen und zivilisatorischen Tiefe. Ziel ist es, die Begegnungen zwischen dem deutschen Raum und Afrika von den Ursprüngen bis in die Gegenwart zu beleuchten, um die verflochtenen Erbschaften, Zirkulationen und Resonanzen besser zu verstehen.

Die Tagung würdigt Professor Aimé Emmanuel Kouassi Kouakou, dessen Lehre und Forschung zur deutschen Zivilisation Generationen geprägt und zur Entwicklung einer interkulturellen Germanistik in Subsahara-Afrika beigetragen haben.

2. Thematische Schwerpunkte
·        Geschichte und Erinnerung: Ursprünge afrikanischer und germanischer Zivilisationen, erste Kontakte, Kolonisation, Widerstände, postkoloniale Erbschaften.

·        Kultur und Sprache: Künstlerischer und literarischer Austausch, Übersetzungen, Sprachtransfer, geteilte Imaginationen.

·        Philosophie und politische Gedanken: Intellektuelle Dialoge, ideologische Konfrontationen, philosophische Erbschaften.

·        Bildung und Wissen: Rolle afrikanischer Germanisten, akademische Kooperation, Mobilität von Studierenden, Interdisziplinarität.

·        Diplomatie und internationale Beziehungen: bilaterale und multilaterale Kooperation, Rolle Deutschlands in internationalen Institutionen.

·        Wirtschaft und Entwicklung: Handel, Investitionen, Migrationen, Technologietransfer, Globalisierung.

·        Migrationen, Diaspora und aktuelle Herausforderungen: afrikanische Erfahrungen in Deutschland, Identitätsfragen, nachhaltige Entwicklung, Sicherheit, interkultureller Dialog.

3. Formate der Beiträge
·        Vorträge: 15–20 Minuten + Diskussion

·        Panels: 60–90 Minuten (3–4 Beiträge inkl. Moderation)

4. Veranstaltungsformat
Präsenz, virtuell oder hybrid

5. Sprachen der Einreichung
·        Deutsch

·        Französisch

·        Englisch

6. Bewertungskriterien
·        Originalität und Relevanz der Fragestellung

·        Klarheit und Kohärenz der Problematik

·        Methodische Strenge und Machbarkeit

·        Qualität der Präsentation und Wirkungspotenzial

·        Ethische Aspekte, Diversität und Inklusion

7. Zeitplan
·        Veröffentlichung des Calls: 01. März 2026

·        Deadline Abstracts: 05. Mai 2026

·        Benachrichtigung: 07. Mai 2026

·        Vorläufiges Programm: 12. Mai 2026

·        Zahlung Teilnahmegebühren: bis 12. Juni 2026

·        Endgültiges Programm: 26. Juni 2026

·        Kolloquium: 09.–10. Juli 2026

8. Teilnahmegebühren
·        Lehrende/Forschende: 50.000 FCFA (76 €)

·        Studierende: kostenlos

·        Institutionen: 75.000 FCFA (115 €)

Die Gebühren decken Registrierung und Verpflegung (Kaffeepausen, Mittagessen). Reise- und Unterkunftskosten tragen die Teilnehmenden selbst.

9. Einreichung
Abstract (200–500 Wörter, Times New Roman, 12 pt, 1,5 Zeilenabstand) mit:

·        Titel, Autor(en), Institution, Kontakt

·        Kurzbiographie (150–200 Wörter)

·        Gewählter Themenbereich

·        Optional: Literaturhinweise

·        Max. 5 Schlagwörter

Einreichung an: tdlyeo@gmail.com / kouassinf@gmail.com / adicopatrice@yahoo.fr

10. Zielpublikum
Studierende, Lehrende, Forschende, Fachleute

11. Organisation
Departement für Germanistik, UFHB, in Partnerschaft mit CERPAG und Bowie State University (USA).

12. Ort
Université Félix Houphouët-Boigny, Abidjan-Cocody & Goethe-Institut (Cocody-Mermoz)