

Wolfgang Asholt & Ottmar Ette (dir.), Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft. Programm – Projekte – Perspektiven
edition lendemains, Band 20, 2010, 290 Seiten.
Présentation de l'éditeur :
Es scheint an der Zeit und nachgerade überlebenswichtig zu sein, dass sich die Literaturwissenschaften als Lebenswissenschaften begreifen und im Sinne einer geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung nach dem Nutzen und dem Nachteil der Literaturwissenschaft für das Leben fragen. Von Kunst und Literatur ist keine Art „höheren Le bens wissens“ zu erwarten. Und doch kommt der Literatur das Vermögen zu, normative Formen von Lebenspraxis nicht nur zu simulieren, sondern auch performativ und damit lebensnah und „nacherlebbar“ zur Disposition zu stellen, insofern Literatur stets ein Wissen um die Grenzen der Gültigkeit von Wissens beständen in einer gegebenen Kultur oder Gesellschaft enthält. Und dieses Wissen der Literatur schließt stets ein Wissen über die Grenzen und Gültigkeiten des in der Literatur selbst verdichteten Lebens- und Zusammenlebenswissens mit ein. Ein solches mit den Mitteln der Literatur experimentell erworbenes Wissen ist auch und gerade in seiner Vieldeutigkeit und Offenheit in der gegenwärtigen Globalisierungsphase von unschätzbarem Wert.
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Sommaire :
Inhalt
Wolfgang
Asholt, Ottmar Ette
Einleitung................................................................................................................. 9
Ottmar Ette (Potsdam)
Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft.
Eine Programmschrift im Jahr der Geisteswissenschaften............................. 11
I. Lendemains-Diskussion
Christoph Menke (Frankfurt/M.)
Jenseits von Geistes- und Biowissenschaften. Vier kurze Bemerkungen
zu Ottmar Ette: „Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft“ ................ 39
Ansgar Nünning (Gießen)
Lebensexperimente und Weisen literarischer Welterzeugung:
Thesen zu den Aufgaben und Perspektiven einer lebenswissenschaftlich
orientierten Literaturwissenschaft........................................................................ 45
Wolfgang Asholt (Osnabrück)
Neues Leben (in) der Literaturwissenschaft? .................................................. 65
Stephanie Bung (Berlin)
ÜberLeben im Jahr der Geisteswissenschaften................................................. 75
Wolfgang Adam (Osnabrück)
Beitrag zur Debatte: Ottmar Ette: „Literaturwissenschaft
als Lebenswissenschaft“....................................................................................... 77
Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford)
Wie könnte man nicht einverstanden sein?
Beistimmender Widerspruch zu Ottmar Ette................................................... 81
Klaus-Michael Bogdal (Bielefeld)
Das Biologische und das Historische. Bewegungen im Grenzgebiet........... 85
Toni Tholen (Hildesheim)
Die Literaturwissenschaft und das Leben. Bemerkungen zur Debatte
über eine Neuorientierung der Literaturwissenschaft.................................... 93
Pablo Valdivia Orozco (Potsdam)
Lebensform und Narrative Form: Zur Epistemologie des Vollzugs
und zum Lebensbegriff der Literaturwissenschaften.................................... 113
Markus Messling (Potsdam)
Zum
Lebenswissen der Textwissenschaften.
Für eine kritische Geschichte der Philologie.................................................. 127
II. Zwischenbilanz
Ottmar Ette
Über
Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft.
Perspektiven einer anhebenden Debatte......................................................... 137
III. Projekte und Perpektiven
Vera Nünning (Heidelberg)
Literatur als Lebenswissen: Die Bedeutung von Literatur
für menschliches Verstehen und Zusammenleben
am Beispiel von Ian McEwans Roman Enduring Love (1998) ....................... 145
Sergio Ugalde (Mexiko-Stadt)
Leben, Erinnerung und Philologie................................................................... 169
Liliana Weinberg (Mexiko-Stadt)
Unzeitgemäße
Kommentare zu Ottmar Ettes „Literaturwissenschaft
als Lebenswissenschaft“..................................................................................... 179
Josu Landa (Mexiko-Stadt)
Ottmar Ette: Leben in der Literatur und Literatur im Leben....................... 189
Michael Basseler (Gießen)
Literatur – Erfahrung – Lebenswissen:
Perspektiven einer pragmatischen Literaturwissenschaft............................ 205
Vittoria Borsò (Düsseldorf)
„Bio-Poetik“.
Das „Wissen für das Leben“
in der Literatur und den Künsten..................................................................... 223
IV. Anhang
Amin Maalouf, Ottmar Ette
„Vivre dans une autre langue, une autre réalité.“
Entretien avec Amin Maalouf, Ile d'Yeu, 15 septembre 2007....................... 247
Ottmar Ette
Lebensfuge oder Eine Philosophie des ÜberLebenSchreibens.
Laudatio für Jorge Semprún ............................................................................. 265
Jorge Semprún
Philosophie als Überlebenswissenschaft.
Rede zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der
Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam (25. Mai 2007)............. 281
A. Cousin de Ravel, Quignard, Maître de lecture. Lire, vivre, écrire
P. Engel, Les Lois de l'esprit. Julien Benda ou la raison
M. Crouzet, M. Myself ou La Vie de Stendhal (nouvelle version)
Laurence Brogniez (dir.), Écrits voyageurs. Les artistes et l'ailleurs
O. Biaggini, B. Milland-Bove (dir.), Miracles d'un autre genre
Sévigné, Lettres de l'année 1671
A. Pope & J. Swift, Pensées sur différents sujets
H. Melville, Le Marchand de paratonnerres, suivi de La Véranda
S. Kierkegaard, La Crise et une crise dans la vie d'une actrice
E. Maigret et M. Stefanelli (dir.), La Bande dessinée : une médiaculture
I. Raynauld, Lire et écrire un scénario - Le Scénario de film comme texte
J.-F. Bédia, Les Ecritures africaines face à la logique actuelle du comparatisme
Eusèbe de Césarée, Histoire ecclésiastique. Commentaire - Tome I : Études d'introduction
P. Engel, Les lois de l'esprit, Julien Benda ou la raison
P. E. Fobah, Introduction à une poétique et une stylistique de la littérature africaine
O. Rosenthal, Ils ne sont pour rien dans mes larmes
A. Alciato, Il libro degli Emblemi, secondo le edizioni del 1531 e del 1534
Marc Azéma, La Préhistoire du cinéma