


Andreas Willi, Sikelismos. Sprache, Literatur und Gesellschaft im griechischen Sizilien (8.-5. Jh. v. Chr.). Biblioteca Helvetica Romana XXIX. Basel: Schwabe Verlag, 2008, xvii-477p.
Recension par Susana Mimbrera Olarte (Cambridge/Madrid) dans Bryn Mawr Classical Review 2008.12.38
Présentation de l'éditeur:
Das griechische Sizilien erlebte bereits kurz nach der Gründung der
ersten Kolonien während der archaischen und klassischen Epoche eine
kulturelle und literarische Blüte, die derjenigen im Mutterland in
nichts nachstand. Auf ganz verschiedenen Gebieten wurden der Lyriker Stesichoros,
der Komiker Epicharm, der Philosoph Empedokles und der Redner Gorgias
zu wegweisenden Gestalten, deren gemeinsame Verwurzelung in der frühkolonialen
Welt hier erstmals umfassend und unter Einbeziehung nichtliterarischer
Quellen dargestellt wird. Dabei entsteht das Bild einer lebendigen Kulturlandschaft,
deren Eigenart wesentlich durch das für eine
(post-) koloniale Gesellschaft typische Bewusstsein für Sprache und
Identität geprägt ist und die ihrerseits die gesamtgriechische
Geistesgeschichte in vielfältiger Weise beeinflusst hat.
Andreas Willi, geboren 1972 in Altstätten, studierte Klassische
Philologie, Slavistik und Vergleichende Sprachwissenschaft in Basel, Lausanne,
Fribourg und an der University of Michigan (Ann Arbor), bevor er 2001 in
Oxford mit der Arbeit «The Languages of Aristophanes: Aspects of Linguistic
Variation in Classical Attic Greek» promovierte und sich 2007 an der
Universität Basel mit der vorliegenden Studie im Fach Klassische Philologie
habilitierte. Seit 2005 ist er Diebold Professor of Comparative Philology
an der University of Oxford.
Inhaltsverzeichnis/ Sommaire:
1.
Einleitung 2.
Die
Insel der Sprachen
(Zur Soziolinguistik des antiken Sizilien) 3.
Auf
der Suche nach einer gemeinsamen Sprache
(Stesichoros' neue Chorlyrik) 4.
Die
Wahrheit der Fiktion
(Zu Stesichoros' Umgang mit dem Mythos) 5.
Die
Literarisierung des Alltags
(Epicharms Komödie als paradigmatische Gattung) 6. Raffinierte
Redner und feige Heroen
(Themen und Parodien bei Epicharm) 7.
Ein
Epos der Verfremdung
(Empedokles als Sprachschöpfer) 8.
Dichtung
zwischen Menschensprache und Göttersprache
(Zur Sprachphilosophie des Empedokles) 9. Die
Entdeckung der Kommunikation
(Gorgias und die ‹Erfindung› der Rhetorik) 10.
Eine
sizilische Aufklärung
(Rhetorik, Magie und Gesetzgebung im kolonialen Raum) 11.
Schlussbetrachtung
Appendix:
Die vorgriechischen Sprachen Siziliens
Bibliotheca
Helvetica Romana (BHR)
Herausgegeben von Christoph Riedweg und Philippe Mudry. Mit der BHR
will das Schweizerische Institut in Rom (SIR) die traditionsreiche, seit
1954 bestehende Publikationsreihe unter einem zeitgemäss sowie einheitlich
gestalteten Erscheinungsbild fortführen. Inhaltlich handelt es sich
vornehmlich um von Institutsmitgliedern verfasste Monographien sowie um
Publikationen zu den im SIR veranstalteten wissenschaftlichen Tagungen
und Seminaren.
O. Rosenthal, Ils ne sont pour rien dans mes larmes
A. Alciato, Il libro degli Emblemi, secondo le edizioni del 1531 e del 1534
Marc Azéma, La Préhistoire du cinéma
I. Mons, Lou Andreas-Salomé. En toute liberté
N. Redouane, Lecture(s) de Rachid Mimouni
Chr. Martin (dir.), Fictions de l'origine (1650-1800)
C. Meyer-Plantureux, Romain Rolland - Théâtre et engagement
C. Aliberti, Du spasme existentiel à la quête de rédemption
M. Kadima-Nzuji, Théâtre et destin national au Congo-Kinshasa - 1965-1990
Jean-Yves Tadié, Le lac inconnu - Entre Proust et Freud
N. Frogneux (dir)., J. Patocka. Liberté, existence et monde commun
Verlaine, Romances sans paroles (éd. Arnaud Bernadet)
Sandrine Dubel et Alain Montandon (dir.), Mythes sacrificiels et ragoûts d'enfants
Jules Verne, Voyages extraordinaires (éd. J.-L. Steinmetz)
T. Karsenti, Le Mythe de Troie dans le théâtre français (1562-1715)
J. Verne, Les Enfants du capitaine Grant – Vingt mille lieues sous les mers
S. Courant, Approche anthropologique des écritures de voyage
M. Bandello, Novelle / Nouvelles III, 2e part., VI-XXXVIII
J. Pigeaud, Les Loges de Philostrate
L. Bolard, Le voyage et le séjour des peintres en Italie au XVIIe s.